Seit 29. März steht das Kasseler Fahrradvermietsystem KONRAD offiziell allen Bürgerinnen, Bürgern und Gästen der Stadt zur Verfügung. Insgesamt sind 500 Fahrräder an 50 Stationen - verteilt über das gesamte Stadtgebiet - in Betrieb. In den vergangenen vier Wochen hatten rund 60 registrierte Testfahrerinnen und Testfahrer diesen Start vorbereitet.
In Kassel ist mit der Kombination von Fahrrädern der Schweizer Fahrradfirma Simpel und der Systemtechnik der DB Rent eine Innovation gelungen. Auch die Lösung, die Funkboxen an den Stationen mit Laternenstrom und Akkus zu speisen, stellt eine Neuheit dar, die für viele weitere Systeme richtungsweisend sein kann.
Das Fahrradverleihsystem selbst bietet eine Verknüpfung der Verkehrsmittel Fahrrad und ÖPNV. Durch die Kooperation zwischen der Stadt Kassel und der Kasseler VerkehrsGesellschaft AG (KVG) können Konrad-Kunden bei jeder Nutzung von Bus und Tram Gutscheine für die kostenfreie Nutzung des Fahrradvermietsystems sammeln.
Hintergrund
Die Stadt Kassel hat an einem bundesweiten Kommunalwettbewerb zum Modellversuch "Innovative Öffentliche Fahrradverleihsysteme - Neue Mobilität in Städten" teilgenommen. Die Idee, ein Fahrradverleihsystem mit enger Verknüpfung zum ÖPNV zu schaffen, ist ausgezeichnet und als eines von acht vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung geförderten Modellvorhaben ausgewählt worden.
Aufgrund des hohen Innovationscharakters des Projektes sind bei der Planung und Umsetzung des Fahrradverleihsystems vielseitige Schwierigkeiten aufgetreten, sodass die Inbetriebnahme des Systems mehrfach verschoben werden musste. Die geplante Eröffnung des Fahrradverleihsystems im Oktober 2011 musste wegen erheblicher technischer Probleme beim Datenaustausch zwischen Fahrrad und Hintergrundsystem kurzfristig abgesagt werden.
Um weitere technische Probleme frühzeitig zum beabsichtigten Systemstart Anfang April 2012 aufdecken und beheben zu können, wurde im Vorfeld eine Testnutzung mit ausgewählten Teilnehmern durchgeführt und evaluiert.
Organisation:
Die Stadt Kassel ist der rechtliche Betreiber des Fahrradverleihsystems. Die DB Rent GmbH führt im Auftrag der Stadt den operativen Betrieb durch, das heißt sie ist für die Disposition sowie die Reparatur und Wartung der Fahrräder zuständig. Auch die Technik zum Ausleihen und Rückgeben der Fahrräder stammt von der DB Rent GmbH.
Kontakt:
Nähere Informationen können über die E-Mail-Adresse theresa.maiwald@stadt-kassel.de angefordert werden.
Wo sich die 50 Vermietstationen befinden, ist aus der Übersichtskarte links zu entnehmen. Bitte klicken Sie zum Vergrößern auf die Grafik. Außerdem können Sie den Plan auch in verkleinerter Form als pdf-Datei herunterladen.
Die Standorte wurden nach unterschiedlichen Kriterien ausgewählt, zum Beispiel dem voraussichtlichen Bedarf, wichtigen Quellen und Zielen zum Beispiel Schwimmbäder, publikumsintensive Einrichtungen, ÖPNV- Endhaltestellen oder Universitätsstandorte. Sie stehen überwiegend in einem Korridor vom Bahnhof Wilhelmshöhe über den Vorderen Westen und der Innenstadt bis zur Universität am Standort Holländischer Platz.
Die Stadt Kassel erhält im Rahmen des vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) ausgelobten Modellversuchs "Innovative öffentliche Fahrradverleihsysteme - Neue Mobilität in Städten" eine Bundesförderung von 1,4 Mio. € zur Einrichtung eines Fahrradvermietsystems. Seit dem Beschluss des Magistrats vom 23. August 2010 wird das vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt der Stadt Kassel in Kooperation mit KVG und NVV initiierte Projekt aufgebaut.
Das System bietet die Möglichkeit, einen wichtigen Baustein einer nachhaltigen Verkehrspolitik darzustellen. Kernziele des Projekts sind die Förderung der Nahmobilität, die Verknüpfung von Radnutzung und Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Weitere Auswirkungen des Fahrradvermietsystems sind: Eine Verbesserung des Verkehrsklimas durch Entschleunigung, die Verringerung der verkehrsbedingten Luftschadstoffe und Lärmemissionen sowie die Verbesserung des Mobilitätsangebots für Bürgerinnen und Bürger ohne eigenes Kfz. Die Nutzung der Mieträder wird die Freisetzung CO2 vermindern und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Die gegenwärtigen Einschätzungen zu verschiedenen Nutzergruppen sind folgende:
Vor der ersten Nutzung muss man sich online im Internet oder telefonisch registrieren. Für die Online-Registrierung können die Terminals im ICE-Bahnhof, im Hauptbahnhof oder am Friedrichsplatz genutzt werden. Bei der telefonischen Registrierung hilft Ihnen auch gerne das Personal des Callcenters. Benötigt wird die Nummer der EC-Karte, der Kreditkarte oder des Personalausweises sowie die Kontodaten.
Bei der Miete wird der registrierte Kunde beim Anruf an der Rufnummer erkannt. Durch die für jedes Fahrrad individuelle Telefonnummer erkennt das Callcenter direkt, welches Rad gemietet werden soll und schaltet dieses frei.
Unterwegs kann das Schloss jederzeit verriegelt und durch Eingabe eines persönlichen Codes wieder geöffnet werden. Der Mietvorgang wird beendet, wenn Konrad in einer beliebigen Station abgestellt und nach dem Verriegeln des Schlosses die Rückgabetaste gedrückt wird. Ein direkter Anschluss an die vorhandenen Bügel ist dabei nicht erforderlich, falls diese alle belegt sein sollten. Außerhalb einer Station ist die Rückgabe nicht möglich.
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Je angefangene 30 Minuten |
0,50 € |
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Nachttarif (22:00 - 7:00 Uhr) |
0,50 € |
| Je 24 Stunden | 10,00 € |
| Je Woche | 50,00 € |